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Sankt Martins Literatour
Gero Friedrich und Uli Lettermann sind mit Laterne und Saxofon unterwegs und verkünden dem staunenden Publikum, dass die deutsche Literatur voller Martinslegenden ist. Was, Sie wissen gar nicht, dass schon der Pfaffe Konrad nicht nur das Rolandslied übersetzt, sondern auch ein Martinslied verfasst hat, In Starkteutsch natürlich! Das Bildungsbürgertum gerät ins Grübeln. Martin Luther würde man es zutrauen, aber dem Frankfurter Geheimrat Goethe und dem schwäbischen Professor Schiller? Literaturkommissar Ulrich Harbecke, im Nebenberuf Redakteur beim WDR, hat es vor kurzem herausgefunden: Auch Eduard Möricke, der unverbesserliche Romantiker, der österreichische Dandy Rainer Maria Rilke, der bayerische Barde Eugen Roth, ja selbst Christian Morgenstern und Erich Kästner haben dem Mantelschneider von Amiens literarische Monumente errichtet. Und Otto Jandl und die Bildzeitung auch. Das musste doch endlich öffentlich gemacht werden! Was Gero Friedrich der schö nen Martinslyrik antut, das macht Uli Lettermann mit dem Martinslied. Einfach unglaublich, das muss man einfach gehört haben!“


Das Röchelverzeichnis
Das Mozartjahr ging 2006 zu Ende. Wer wollte, konnte fast alles hören, was Wolfgang Amadeus aus Salzburg je zu Notenpapier gebracht hat. Aber haben wir tatsächlich die ganze Wahrheit über den genialen Meister erfahren, dessen mehr als 600 Werke im Köchelverzeichnis aufgelistet sind? Uli Lettermann und Gero Friedrich, den Paderbornern und der Welt noch bestens von ihrer Sankt Martins LiteraTour bekannt, versprechen den Musikinteressierten eine sensationelle Enthüllung: Das Köchelverzeichnis ist ein Druckfehler. Rechtzeitig zum Beginn des Mozartjahres ist in Wien das richtige, das Röchelverzeichnis, gefunden worden. Und seitdem wissen wir, wer Wolfgang AM wirklich war, was er wirklich produziert und wie er wirklich gelebt hat. Die beiden Experten bieten in Ton und Text zahlreiche Beispiele aus dem originalen Röchelverzeichnis. Da bleibt keine Note auf der anderen. Für alle, die die ganze Wahrheit wissen und künftig mitreden wollen, ein unbedingtes Muss.


Ensemble Nocturno:
"Die Testamente des Franz von Assisi"

sind eine völlig neue Bearbeitung der Vorlage, wobei hier textliche Variationen neben dem Original stehen. Erich Rentrow hat die einzelnen Schwerpunkte des ursprünglichen Sonnengesangs literarisch-künstlerisch neu gewendet und Uli Lettermann hat sie mit einer Musik unterlegt und kommentiert, die in einer außergewöhnlichen Besetzung den Sonnengesang zu einem Kunstwerk ganz eigener Art werden lässt. Das Wunderbare des Sonnengesangs zeigt sich in der Tiefe der Bildhaftigkeit, die uns auch heute noch unmittelbar anspricht. Der rhythmische Schwung und die Melancholie in Text und Musik gestatten es dem Zuhörer, in die Welt des Franziskus aus heutiger Sicht einzutauchen. Franziskus klingt und die Sonne geht auf.


SaxSolo
Ulrich Lettermann, Sopransaxophon, Komposition,
Studium an der Musikhochschule Detmold (Schulmusik und Komposition) und an der Universität Paderborn (Germanistik). Gründer und musikalischer Leiter des international namhaften Ensembles „Quintessence Saxophone Quintet“. Lehrbeauftragter an der Musikhochschule Detmold.
Initiator und Wegbegleiter zahlreicher Projekte als Komponist und Musiker. Umfangreiche Konzerttätigkeit auf renommierten Bühnen im In- und Ausland. Vielzählige Auftritte in Rundfunk und Fernsehn. 

 


Der Herr Karl
Das zeitlose Wiener Kult-Stück auf der Bühne
„ I woar imma schon der Herr Karl!“
Vor vierzig Jahren schockte Helmut Qualtinger, der geniale Kabarettist und Schauspieler, der dicke Mönch aus „Im Namen der Rose“ die österreichischen Fernsehzuschauer: Gemeinsam mit Carl Merz hatte er den „Herrn Karl“ geschaffen, die Verkörperung von Gleichgültigkeit, Scheinheiligkeit und Niedertracht, verpackt in die äußerliche Gemütlichkeit eines Wiener Kleinbürgers. Die Fernsehproduktion wurde in ihrer Theaterfassung im gesamten deutschen Sprachraum zum Kultstück. Sie hat nichts von ihrer Aktualität verloren. Jetzt kommt sie zu ihnen.
Gero Friedrich, Original-Wiener unter anderem durch seine Rezitationen zur Musik mit Ensembles wie dem Arnold Schoenberg Chor und renommierten Jazz-Formationen bekabnnt, präsentiert das starke Stück aus Wien im Alleingang auf der Bühne.
Hören Sie dem redseligen Endfünziger zu, wie er dem „jungen Menschen“ sein Leben erzählt. Lassen Sie sich vom angenehmen Klang des Wienerischen verwöhnen, aber nicht täuschen. Hinter der Unterwürfigkeit lauert Unverschämheit, die vollmundigen Belehrungen sind nichts als leere Phrasen. Es gibt durchaus viel zu lachen, aber gelegentlich bleibt einem das Lachen im Halse stecken. Gemütlichkeit mit Widerhaken, Resignation mit Lebensfreude, das ist die Wiener Mischung, die die Wiener selbst mögen. Deshalb zieht man in Wien nach dem Theater auch noch gerne zum „Heurigen“ auf ein, zwei drei „Vierterl“.
So kann es auch bei der Aufführung auf ihrer Bühne sein: Nach dem „Herrn Karl“ warten auf die Zuschauer „Grüner Veltliner“ und roter „Zweigelt“ und fast alles, was zu einem zünftigen Heurigen-Büffet in Grinzing oder Sievering gehört. Das Studio B. im Medien Paderborn bringt ihnen das Original aus Wien: freundlich und böse!


Kinder-Musical "DoReMi"
Wenn man Kind ist, werden selbst die kleinsten
Reisen zu großen Abenteuern.Und so gerät der Ausflug ins "Kinderland" für die Geschwister Tina (Christina Hanna) und Tino (Leon Lettermann) zur spannenden wie lehrreichen Reise, die von mutter (Bea von Hoff) und Opa (Gero Friedrich)
begleitet wird. Seinen Ausgangs-und Endpunkt nahm der Trip am Samstag im Paul-Gerhard-Haus, wo das von Antje Wenzel (Musik) und Gero Friedrich (Buch und Regie) konzipierte Kinder-Musical "An Gottes Hand ins Kinderland" unter großem Publikumsinteresse aufgeführt wurde. Jung und Alt erfreuten sich an einem "Musica sacra" - Beitrag, der den Übergang vom Kind zm Erwachsensein als metaphorische Erfahrungsreise mit Musik und pädagogischem Effekt beschrieb. Begleitet von einem 16-köpfigen Kinderchor sowie einer sechsköpfigen Band vollzog sich ein heiter-besinnliches Singspiel, das neben populären Bezügen biblische Anekdoten in seine Geschichte integrierte und so für ein harmonisches Nebeneinander von weltlichen und spirituellen Spielräumen warb."
(Erschienen in der Neuen Wesffälischen am 16.10.2007. von Dietmar Gröbing)

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